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Pichi



Pichi lebt in der Tiefe des Pichlingersees. Manchmal kommt er in unsere Schule und hilft uns beim Lernen - denn Pichi ist ja sooo schlau!



 

Die  Sage  vom  Pichlingersee
Einst lebte außerhalb der Stadt Linz eine arme Bauersfamilie. Eine Hitzewelle hatte  die Felder verdorren lassen. Die Familie musste hungern und die Frau des Bauern  wurde schwer krank.   
Eines Tages ging der Bauer in den Wald, um Beeren und Pilze zu sammeln. Plötzlich  erschien ihm eine wunderschöne Fee, die mit klarer Stimme zu ihm sprach: „Ich kenne deine Sorgen und werde dir helfen, wenn du mir versprichst, niemanden davon zu erzählen. Grab neben deinem Haus ein tiefes Loch und du wirst einen Schatz finden.“ Dann verschwand die Fee.
Der Bauer eilte sofort nach Hause und  begann zu graben. Es war eine mühsame Arbeit. Er wollte schon aufgeben, da stieß  er am dritten Tag auf etwas Hartes. Es war kein Stein, sondern ein Goldstück. Jetzt  konnte der Bauer Medizin für seine Frau und Essen für seine Kinder einkaufen. Dann  grub er wieder weiter. Als das Loch ganz tief war, stieß er auf eine eiserne Tür.  Neugierig öffnete er diese und erblickte einen grünen Drachen mit blau funkelnden Augen. Seine Füße endeten in schaufelförmigen Krallen. Zum Glück war der Drache nicht gefährlich, sondern freundlich und hilfsbereit. „Mein Name ist Pichi. Ich wohne schon sehr lange hier in meiner Höhle“, stellte sich der Drache vor. Der Bauer begrüßte ihn und erzählte ihm seine Absicht. Da schlug Pichi vor, ihm zu helfen.  Gemeinsam gruben sie noch viele Goldstücke aus. Nun konnte der Bauer Kleidung,  Schmuck und feines Essen für seine Familie kaufen. Das fiel natürlich den Nachbarn  auf. Eifersüchtig rätselten sie, wie es wohl zu diesem Reichtum kommen konnte. Doch der Bauer verriet nichts. So überlegten sich alle Nachbarn, wie sie ihm sein Geheimnis entlocken könnten. Sie luden ihn sonntags nach der Kirche ins nahegelegene Gasthaus Duschanek ein. Dort gaben sie ihm viel Schnaps zu trinken. Voll betrunken verriet der Bauer nun das Geheimnis.  
Im  selben Augenblick begann es stark zu donnern, blitzen und regnen. Ein furchtbares Unwetter brach herein. Unmengen von Wasser füllten alle gegrabenen  Löcher. Ein kräftiger Strudel riss Pichi in die Tiefe. So waren alle Schätze und der  nette Drache verschwunden. Der  entstandene See wurde nach ihm Pichlinger See  benannt.
Noch heute versuchen die Menschen manchmal mit Baggern nach Gold und  Pichi zu graben. Aber bisher vergeblich!




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