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1976: Pichling bekommt einen Turnsaal


Turnsaalbaubeginn 1975


Simone Schinnerl übergibt BGM Hillinger Blumen


Eröffnungstanz, 18. November 1976


v.l.: 1. Karl Hamberger, 2. BSI Rudolf Grill, 6. VBGM Franz Samhaber, 7. BGM Franz Hillinger



Schauturnen, 18. November 1976



DSG Union Pichling U 15, 16.11.2005


ÖTB-Weihnachtsschauturnen, 1992


ÖTB-Ausflug nach St.Florian, 1990


ASKÖ Pichling, Eltern-Kind-Turnen, 15.11.2005

Neuerliches Exil? Mit Skepsis wurde ein am 13. April 1973 im Tagblatt erschienener Artikel von der Lehrerschaft zur Kenntnis genommen, wonach der Volksschule Pichling seitens der Stadt Linz eine Erweiterung in Aussicht gestellt wurde.
Darin heißt es:
„In Beantwortung einer Anfrage teilte Bürgermeister Hillinger gestern im Gemeinderat mit, dass gemäß der mittelfristigen Schulplanung (1973 - 1977) in Pichling drei Klassen und ein Gymnastiksaal, voraussichtlich bis 1975, dazugebaut werden. Da in den nächsten drei bis vier Jahren keine Erhöhung der Schülerzahl zu erwarten ist, wird damit das Auslangen gefunden werden können, vorerst durch die Erweiterung der Montageschule.
Schon 1974 wird eine spürbare Linderung der Schulraumnot eintreten, weil die Hauptschule Oberwachberg (sic! Oberwachtberg) der Benützung übergeben wird und damit Klassenräume in der Kasernenschule frei werden.“
Natürlich war die Erweiterung angesichts einer Anfang der Siebzigerjahre gängigen Schülerzahl von rund 200 Kindern dringend notwendig geworden, doch es wurde aufgrund des Artikels befürchtet, dass Pichlinger Kinder ab 1974 wieder den Weg nach Ebelsberg zurücklegen müssten.

Kein Anlass zur Sorge
Wie sich später herausstellen sollte, waren die Sorgen bezüglich eines Ausweichens auf die so genannte „Kasernenschule“ unbegründet.
Im Laufe der Zeit nahmen die Erweiterungspläne konkrete Formen an:  Im Rahmen von zwölf städtischen Schulbauprojekten wurden für die Pichlinger Volksschule sieben Millionen Schilling veranschlagt - davon drei Millionen für das Jahr 1975.
Endlich war es am 29. September 1975 so weit:  Es konnte  mit dem Bau des Turnsaales und der zugehörigen Nebenräume (Geräteraum, Turnlehrerzimmer, Umkleide-und Sanitärräume) begonnen werden.

Eröffnung

Nach etwa 13 Monaten Bauzeit konnte der neue Pichlinger Turnsaal am 18. November 1976 feierlich eröffnet werden. Bürgermeister Franz Hillinger, der ebenfalls an der Eröffnung teilnahm, betonte, man wolle den durch Bewegungsmangel hervorgerufenen Haltungsschäden mit Bau von Turnsälen – neben Pichling wurden in den Jahren 1971 – 1975 ja fünfzehn neue Turnsäle errichtet – entgegenwirken.
Ebenso konnte man sich über die Kosten sparende Errichtung freuen: Statt der veranschlagten 7 Millionen Schilling konnten 1,5 Millionen eingespart werden.
Zum Eröffnungsfestakt hatte jede Klasse einen Beitrag vorbereitet, wobei auch die neuen Turngeräte vorgeführt wurden.

Die Pichlinger Vereine nutzen den Turnsaal
Seit der Eröffnung wurde der Turnsaal auch zur sportlichen Heimat einiger Pichlinger Vereine. Da die Vereine vorwiegend abends trainierten, der Schulwart im Gegensatz zu heute aber noch über keine an die Schule angeschlossene Wohnung verfügte und deswegen nicht aufsperren konnte, verwaltete die Nachbarin Frau Neustifter, später auch Frau Fröschl den Turnsaalschlüssel.

DSG Union Pichling

Vor Errichtung des Turnsaales trainierte man im Untergeschoß des Pfarrzentrums St.Paul. Dass der Keller für sportliche und vor allem fußballerische Betätigung nicht sehr geeignet war, erinnert sich Obmann Lauss Horst: Inmitten des wegen seines dunklen Bodenbelags so genannten „schwarzen Saales“ standen zwei Trägersäulen, die dem ein oder anderen Spieler zum Verhängnis wurden und teilweise für blutige Nasen sorgten. Im neuen Turnsaal war dann die einzige Hürde nur Schulwart Biberhofer, der so manchen Kicker mit schwarzen Sohlen vom Feld verwies, denn diese hinterließen am Boden schwarze Streifen. Heute trainieren die Nachwuchs- sowie die Senioren-Fußballer und auch die Tischtennisspieler im Turnsaal.

ÖTB Pichling

Auch der Turnverein ÖTB, der ab 1970 als Ebelsberger Zweiggruppe und ausschließlich aus Frauen bestehend ebenfalls im Keller des Pfarrzentrums turnte, war froh, im Dezember 1976 in die VS 44 übersiedeln zu können. Seit 1982 ist der ÖTB Pichling ein eigenständiger Verein mit derzeit 219 aktiven Mitgliedern. Das Weihnachsschauturnen ist bereits Tradition und lockt jährlich viele Zuschauer.

ASKÖ Pichling
Die „ASKÖ Pichling“ löste sich 1983 von der „ASKÖ Ebelsberg-Pichling“ ab, sportelt aber ebenso schon seit 1976 in der VS 44. Derzeit haben „Eltern-Kind-Turnen“, „Fitsport light“, die meisten „Kindersportstunden“ und die „Herrensportstunde“ in der Volksschule ihre Heimat gefunden. 


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