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Aus der Schulchronik


Faschingsdienstag, 7.2.1967


Faschingsumzug entlang der Rathfeldstraße, 28.2.1968




Die 4. B von 1970/71 - eine der Expositurklassen im Pfarrzentrum


Lehrkörper, 1973


Erstkommunion, 2.A 1967


Fr. Neustifter und Schulwart Biberhofer, 1981


Feuerwehrübung, 1981


Die Florianerbahn, von Tödling in Richtung Pichling

Die Schulchronik wird seit Anbeginn des Schulbetriebs in der Volksschule Pichling vom jeweiligen Schulleiter geführt. Bis heute umfasst die Zusammenstellung zwei Bände, worin die wichtigsten Ereignisse und Statistiken enthalten sind.

Februar 1967 - Faschingsumzug
Am Faschingsdienstag, den 7. Februar 1967, wurde in allen Klassen der Schule der Faschingskehraus veranstaltet, der sehr sorgfältig vorbereitet war. Mit Gesang, Spiel und Aufsagen von Gedichten verging die Zeit rasch. Um 9.15 Uhr war der Beginn für einen Faschingsumzug festgelegt. Viele Eltern und Neugierige waren als Zuschauer gekommen. Die maskierten und kostümierten Kinder wurden zu passenden Gruppen formiert, und der Umzug bewegte sich längs der Oidenerstraße bis zur Westbahn und über die Pichlingerstraße zum Schulhaus zurück. Anschließend gab es eine kleine Faschingsjause, bestehend aus Milch oder Kakao und einem Faschingskrapfen. Hernach wurde in jeder Klasse nach eigenem Programm froher Unterricht gehalten und zwar dergestalt, dass bis zur Entlassung der Kinder um 11 Uhr vollkommene Beruhigung eingetreten war.

Immer wieder Platzprobleme -
Die Expositurklassen

209 Schulpflichtige im Jahr 1970/71 machten es unmöglich, den Lehrbetrieb allein im 5-klassigen Gebäude Rathfeldstraße fortzuführen. Da bei dieser Größenordnung eine Aufteilung auf sieben Klassen erforderlich war, dies aber bedeutet hätte, dass zumindest vier Klassen in Wechselunterricht geführt werden müssten, sah man sich nach Alternativen um. Auf Anregung Direktor Hambergers und Initiative des Bezirkschulrats bzw. des Schulamtes sollte eine Expositur im neuen Pfarrzentrum St.Paul/Pichling eingerichtet werden. Schon am 8. September fand eine kommissionelle Überprüfung des ca. 100 Quadratmeter großen Raumes – biberwegseitig (über den Garagen des Pfarrhofes) – statt. Als Provisorium wurde der Raum nur mit gebrauchten Schulmöbeln ausgestattet und diente der 4. Klasse als Unterrichtsraum. Nichts desto trotz mussten die 2. Klassen unter Leitung von VD Hamberger im „Schichtbetrieb“ geführt werden. Diese Situation veranlasste die Elternschaft, ein Dringlichkeitsansuchen an den Bezirksschulrat zu richten, um auf die Platzprobleme hinzuweisen und Abhilfe zu fordern. Doch anstatt einer Besserung verschärfte sich die Situation weiter: das Schuljahr 1971/72 musste mit acht Klassen begonnen werden, obwohl nur 5 Räume plus eine Expositur zur Verfügung standen. Dies bedeutete für sechs Klassen den Unterrichtsbeginn am Vormittag, zwei mussten auf den Nachmittag ausweichen.
Auch die Klasse im Pfarrhof „ist ein richtiger Notbehelf“ schreibt Direktor Hamberger. Zwar wurde sie auf „Betreiben der Leitung mit sitzgerechtem Mobiliar ausgestattet, doch ist zwischen den Arbeitstischen der Kinder gerade noch Raum um durchgehen zu können. Alle Lehrmittel müssen [überdies] jeweils in diese Klasse [von der Rathfeldstraße] hinüber oder zurückgeschafft werden.“ Auch das Fehlen eines Telefonanschlusses im Pfarrhof machte die Situation nicht gerade leichter. „Trotzdem werden alle Umständlichkeiten gern in Kauf genommen, da hiedurch zwei weiteren Klassen der Wechselunterricht erspart bleibt“, ist in der Schulchronik zu lesen. Im dritten Jahr ihres Bestehens musste die Expositur vom Pfarrheim in das Haus Biberweg 10 übersiedeln, da man von Seiten der Pfarre einen Kindergarten einzurichten gedachte. Im Schuljahr 1979/80 wurde die Expositur am Biberweg geschlossen. Die Schülerzahl hatte sich auf rund 120 eingependelt, was einen fünfklassigen und somit den räumlichen Gegebenheiten entsprechenden Schulbetrieb ermöglichte.

Juli 1969 - Schulschluss
Nach dem Dankgottesdienst am 5. Juli fuhr die Lehrerschaft mit Ausnahme der Kollegin Bauer in 2 Personenkraftwagen (Eigentümer waren Pfarrkurat Paulmair und Handarbeitslehrerin Forster) nach Steyr und Christkindl. Nach Rückkehr am Spätnachmittag wurde der Ausflug bei Familie Schreiner beschlossen. Diese Einladung wird allen Kollegen wegen der Herzlichkeit und Freigebigkeit der Gastgeber unvergesslich bleiben.
Lehrerausflüge - so genannte „Kulturfahrten“ -  zählten jedes Jahr zum fixen Programmbestandteil.

Juni 1971 - Schulsparen

Von allen Schulen die dieser Sparkasse zugehören ist Pichling mit einer Beteiligungsquote von 95% schon mehrere Jahre an 2. Stelle.
Das Erfreuliche ist, dass die meisten Schulsparer „echte Sparer“ sind die sich die Einlagen durch Verzicht auf von den Eltern bewilligte Annehmlichkeiten erwerben.
Das Schulsparen wird nach wie vor gepflogen.Vor allem in den 70er Jahren stand die Volksschule Pichling mit einer Beteiligungsqutoe von über 90 Prozent immer an der Spitze des „Schulrankings“.

Juli 1972 - Einbruch in die Schule
Als Herr Ob. Schulwart Biberhofer am 3.7.1971 (sic! 1972) um 6.00 Uhr die Schule aufsperrte, erkannte er an den herumliegenden Glassplittern sofort, dass in die Schule eingebrochen worden war.
Jugendliche Täter hatten an der verglasten Hinterfront der Schule mit einem Stein ein doppelt verglastes Karree eingeschlagen und sind durch dieses nun entstandene Loch in die Schule eingedrungen. Sie stahlen dem Schulwart einen geringfügigen Geldbetrag, nachdem sie auch in dessen Abteil ein Fenster zertrümmert hatten. Mit Hilfe der dort aufbewahrten Schlüssel suchten sie nun in allen Schulräumen nach Geld. Ohne jedoch Zerstörungen vorzunehmen mussten sie praktisch erfolglos die Schule bald wieder verlassen haben.
Die alarmierte Kriminalpolizei konnte verschiedene Spuren von 2 Tätern sicherstellen und hat die Fahndung eingeleitet.
Der Sachschaden wird schätzungsweise 2000 Schilling übersteigen.
Dieser Einbruch sollte nicht der einzige bleiben. Am 06. Mai 1975 und am 8. Dezember 1982 wurde abermals in die Schule eingebrochen und dabei erheblicher Schaden verursacht.

Ortszentrum Pichling?
Dass Schule und Kirche relativ weit voneinander entfernt liegen und Pichling deshalb kein Ortszentrum besitzt, ist darauf zurückzuführen, dass Karl Mauhart bereits 1963 - also noch vor der Beschlussfassung über den Schulbau - eine Parzelle an die Diözese abgetreten hatte. Die logische Konsequenz wäre gewesen, die Volksschule ebenfalls dort anzusiedeln, was aber erstens an der städtischen Prognose, Pichling würde entlang der Bundesstraße wachsen, und zweitens an parteipolitischen Uneinigkeiten scheiterte. So hat sich bis heute kein Kern entwickeln können.

November 1970 - Angst um Wohngebiet
In der Schulchronik befindet sich ebenfalls ein Zeitungsausschnitt (OÖN 23.11.70), der die Sorge der Pichlinger um ihr Wohngebiet zum Ausdruck bringt. Es wurde der Bau einer Raffinerie befürchtet und das Gerücht ging um, dass der Weikerlsee zugeschüttet werden soll.
“Stadtrat Enzenhofer raubte (...) den Pichlingern auch einige Illusionen, als er erklärte, dass vorläufig nur die dringlichsten Sarnierungen auf dem Verkehrssektor vorgenommen werden könnten. Dies würde sich insbesondere auf den Schulbau auswirken, mit dem kaum vor 1974/75 begonnen werden könne.”

April 1973 - Feuerwehrübung

Am 5. April 1973 führte die Schule erstmalig und im Zusammenwirken mit der F.F. Pichling eine Feueralarm- und Feuerlöschübung durch. Die Räumung der Schule wurde innerhalb weniger Minuten durchgeführt.
Bei der Löschübung stellte sich allerdings heraus, dass der Wasservorrat aus dem Schulbrunnen im besten Falle nach 8 Minuten erschöpft wäre und im Ernstfall nur dem ersten Angriff der Feuerwehr dienen könnte.
Solche Feuerwehrübungen wurden immer wieder in Zusammenwirken mit der Freiwilligen Feuerwehr Pichling veranstaltet. Die Bilder oben zeigen die Löschung eines Autobrandes im Juli 1982, woran sich auch die Schüler beteiligen durften. 

Dezember 1973 - Aus für die „Flocki“
Am 31. Dezember 1973 wurde die Florianerbahn eingestellt. Da wir dadurch als einziges Stadtviertel von den öffentlichen Verkehrsmitteln abgeschnitten wurden, haben sich die Bewohner zu einer Resolution entschlossen und diese unserem Bürgermeister Hillinger überreicht.
Die betroffenen Bewohner der Stadtteile Ufer, Traundorf und Pichling haben Bürgermeister Hillinger mit ihrer “Bürgerinitiative für Verkehrserschließung der Traundorfer Siedlung” 1125 Unterschriften überreicht und besonders eine bessere verkehrsmäßige Aufschließung der Oidener Straße und des Falterwegs verlangt.
Zwar betraf die Schließung der Florianerbahn nicht unmittelbar den Transport der Kinder zur und von der Schule, doch gestaltete sich danach als schwierig, Schulausflüge ins Stadtinnere zu unternehmen.
Erst im Jahre 1996 wurde die VS 44 wieder mit einer unmittelbar in der Nähe befindlichen Bushaltestelle ans öffentliche Verkehrsnetz angschlossen.


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