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Es wird gebaut, und die Menschen werden mehr


An der Kreuzung Pichligerstraße, Rathfeldstraße und Drosselweg befand sich das Wagner-Haus mit der Nummer Pichling 23. Es wurde 1841 von Florian und Maria Neustifter errichtet. Heute steht auf dessen Liegenschaft die Volksschule Pichling. Luftaufnahme, ca. 1960


Aushub Aug. 1965


Fentermontage, Sept. 1965


Ebelsberger Schulen platzen aus allen Nähten: „Der drückende Mangel an Klassenzimmern im Gebäude der Ebelsberger Kasernenschule erzwang einen Wechsel- und teilweise verkürzten Unterricht“ beschreibt Direktor Karl Hamberger in seiner ersten Eintragung der Schulchronik des Jahres 1965 die Situation der aus allen Nähten platzenden Schulen im südlichen Linzer Stadtteil.
Die starke Bautätigkeit, die neuen Siedlungen in Traundorf, Pichling und Posch - insbesondere jene der Wohnanlagen in der Hillerstraße - ließen die Schülerzahlen sprunghaft ansteigen. Angesichts dieser Tatsachen richtete die Elternschaft  eine Eingabe an den Bezirksschulrat, worauf am 10. April 1964 eine Besprechung einberufen wurde.
Vorrangig wurde dabei die Schaffung von zwei „Expositurklassen“ in Erwägung gezogen, was jedoch den gleichzeitigen Unterricht von vier Schulstufen in nur zwei Räumen bedingt hätte.„Da jedoch im Stadtgebiet der Abteilungsunterricht abgelehnt werden muss“, heißt es im Protokoll der Besprechung, wurde die Idee wieder verworfen. So beschloss man die Fortführung des regulären Schulbetriebs in Ebelsberg für das Jahr 1964/65.
Aber auch in der Folge war kein Ende des Zuzugs abzusehen. Darüber hinaus gestaltete sich der Schulweg von Pichling nach Ebelsberg als ungünstig und wegen des in den Sechziger Jahren aufkommenden Autoverkehrs als zunehmend gefährlich, besonders für die Kinder.
Vor allem diese beiden Gründe bewogen den Linzer Gemeinderat, am 20.04.1965 den Kauf einer für den Schulbau geeigneten Parzelle an der Rathfeldstraße zu beschließen.

Pichlingschule fix - Die Arbeiten beginnen
Der Gemeinderatsbeschluss kam gerade rechtzeitig, bevor mit einer weiteren Verschärfung der Situation durch Übergabe von 192 Wohneinheiten in Ebelsberg zu rechnen war. Schon am 19. Mai 1965 erfolgte der Vertragsabschluss zwischen der Stadt Linz und der VOEST über die Errichtung einer Schule in Montagebauweise.
In dem Gebäude sollten 5 Klassen Platz finden, deren Anzahl bei Bedarf auf das Doppelte erweitert werden könnte. Dabei wurde mit einem Kostenaufwand von 3.850.000 Schilling gerechnet.
Am 9. August 1965 konnte mit der Errichtung des Objekts auf der Parzelle 1564, KG (Katastralgemeinde) Pichling, begonnen werden.
Eine Niederschrift vom 1. Dezember 1965 beschreibt dessen Beschaffenheit: „Das neue Schulhaus ist ein VÖEST-Montagebau mit einer Grundfläche von ca. 17/35 m und einer Traufhöhe von etwa 3,50 m. Drei der 63 m2 großen Klassen haben Fenster nach SO (Südosten). Der Schuleingang ist im Nordostteil der Südostseite des Gebäudes gelegen. Zwei der beschriebenen Normalklassen sind nach NW (Nordwesten) orientiert. Für jede Klasse ist in der Mädchen-WC-Gruppe und in der Knaben-WC-Gruppe je ein Abteil vorhanden. Außer den genannten Räumen, einer 22 m2 großen Eingangshalle, einer Leiterkanzlei (22 m2) und zwei ebensogroßen Lehrmittelzimmern ist in der Gebäudemitte eine Gangfläche von etwa 90 m2 vorhanden.
Das Objekt sollte so ausgeführt und am Grundstück platziert werden, dass ein weiterer Ausbau jederzeit ohne Schwierigkeiten in Angriff genommen werden könnte.
Da im Jahr 1965 nur ein Teil Pichlings ans städtische Kanalnetz angeschlossen war, wozu die Parzelle der Volksschule jedoch nicht zählte, musste die Wasserver- bzw. -entsorgung vor Ort durch einen eigenen Brunnen und eine „Kläranlage“vorgenommen werden.


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