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Es sollte noch lange dauern…


Ebelsberger Volksschule 1920


Schulklasse 1924


Kasernenschule 1946

Seit der ersten urkundlichen Erwähnung Pichlings als „Puhlorn“  1299 vergingen noch 475 Jahre, ehe Kaiserin Maria Theresia die allgemeine Schulordnung für „die deutschen Normal-, Haupt- und Trivialschulen in sämmtlichen Kayserl. Königl. Erbländern“  festlegte.
Doch es sollte noch einige Zeit dauern, bis die Pichlinger Kinder eine Schule in ihrem Heimatort besuchen konnten.

Erste urkundlich erwähnte Schule in Ebelsberg
Relativ bald - im Jahre 1458 - wurde in Ebelsberg der „Schulbetrieb“ aufgenommen. Damals war das „Schule halten“ Aufgabe des Messners, der den Unterricht vermutlich bis zur Erbauung des Schulhauses im 18. Jahrhundert im Pfarrhof bzw. zwischen 1782 und 1788 im Markthaus Ebelsberg 2 abgehalten haben dürfte.
Aus dieser Zeit liegen keine Aufzeichnungen mehr vor, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass auch Pichlinger Kinder diese Bildungseinrichtung besucht haben.
 
Theresianische Schulordnung-Schule wird zurPflicht
Die von Kaiserin Maria Theresia zum „Politikum“ (Staatsangelegenheit) erklärte Schulbildung wurde 1774 zur Pflicht für alle 6 bis 12jährigen Kinder. Dass bei weitem nicht alle in diesen Genuss kamen, beweisen die Alphabetisierungszahlen jener Zeit: Fest steht allerdings, dass mit der allgemeinen Schulordnung für „die deutschen Normal-, Haupt- und Trivialschulen in sämmtlichen Kayserl.Königl. Erbländern“ 1788 der Bau einer Schule in Ebelsberg notwendig wurde. 1809 fiel das Gebäude der Schlacht bei Ebelsberg zum Opfer - konnte aber zwei Jahre später wieder hergestellt werden.

Der selbstständige Markt Ebelsberg
Ebelsberg war früher ein selbstständiger Markt mit einem Bürgermeister bis hin zum eigenen Gefängnis. Die Katastralgemeinden Posch, Pichling, Ufer, Mönchgraben bzw. Konskriptionsortschaften Au, Anger, Oiden, Traundorf sowie Schwaigau gehörten zu diesem ehemaligen Bezirk. Erst 1938 wurde, nach dem Einmarsch der Deutschen in Österreich, dieser Bezirk Ebelsberg zu Linz eingemeindet.
So mussten die dort wohnenden Kinder nach Ebelsberg zur Volksschule gehen. Die Kinder aus den Ortschaften zwischen Mitterwasser und Bahnstrecke hatten ihren Schulweg meist durch den Steiningerweg (Panholzerweg) zurückzulegen. Zwar wurde 1912 die Florianerbahn errichtet, aber die Schulkinder konnten sich den Fahrpreis in der Anfangszeit schlichtweg nicht leisten.

1945 ausgebombt- Zerstörung des Schulgebäudes
Die Bombardements des Zweiten Weltkrieges zerstörten einen Gutteil der Linzer Pflichtschulen, deren Anzahl vor 1939 47 Schulen in 22 Gebäuden betrug.
Nach dem Krieg waren 5 Gebäude mit 8 Schulen vollständig und 4 Gebäude mit 11 Schulen stark zerstört.
Auch die restlichen Objekte trugen mehr oder weniger starke Schäden davon. Die Ebelsbergschule fiel ebenfalls dem Bombenhagel zum Opfer. Deswegen wurde der Unterricht übergangsweise in Kleinmünchen abgehalten, bis am 5.10.1946 der Schulbetrieb in einem adaptierten Gebäude der ehemaligen SS-Kaserne aufgenommen werden konnte.


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